IRIS von Wavelet Beam
IRIS: Video entrauschen, ohne Details zu verlieren
IRIS ist GPU-beschleunigte Videoentrauschung (Video Denoising) für Broadcast, Streaming, Postproduktion und Archive. IRIS trennt Rauschen von echten Bilddetails. Das Ergebnis: ein saubereres Bild, eine höhere wahrgenommene Auflösung und bis zu 30 % weniger Bitrate, vollautomatisch auf NVIDIA-GPUs, On-Premises, in der Cloud oder als SaaS.
IRIS auf einen Blick
- Entrauschen ohne Weichzeichnen: Rauschen und Filmkorn verschwinden, feine Texturen und Kanten bleiben.
- Bis zu 30 % weniger Bitrate bei gleicher oder besserer wahrgenommener Qualität, für H.264, HEVC, AV1 und VVC.
- Vollautomatisch: Das Rauschprofil wird pro Shot gewählt, ohne manuelle Einstellungen.
- Auflösungsunabhängig bis 8K, SDR und HDR, auf NVIDIA-GPUs mit CUDA.
- Läuft überall: On-Premises, Cloud, hybrid oder als SaaS mit Abrechnung pro Minute, über Kubernetes, Docker oder VMs.
Was ist Videoentrauschung?
Videoentrauschung entfernt unerwünschtes Rauschen aus bewegten Bildern: Sensorrauschen der Kamera, Gain-Rauschen bei wenig Licht, Filmkorn aus Scans und das Rauschen, das frühere Kompressionsschritte hinterlassen. Räumliche Verfahren bereinigen jedes Bild für sich, zeitliche Verfahren vergleichen benachbarte Bilder, räumlich-zeitliche Verfahren verbinden beides. Das Ziel ist immer dasselbe: das echte Bild behalten und den zufälligen Anteil verwerfen, der keine Information trägt.
Warum klassische Entrauscher nicht reichen
Bildinformation ist Teil des Grundrauschens. Feine Texturen, Hautdetails und Filmstruktur liegen auf derselben Amplitude wie das Rauschen. Ein klassischer Filter kann beides nicht unterscheiden und glättet beides: Das Bild wirkt sauberer, aber auch weicher, und die Auflösung, für die man an der Kamera bezahlt hat, ist weg. Selbst Kompressionsraten unter 10:1 kosten Bildinformation, deshalb ist "visuell verlustfrei" ein irreführender Begriff.
IRIS geht anders vor. Es reduziert nicht nur sichtbares Rauschen, es hebt das Signal aus dem Grundrauschen heraus. Bildinformation, die sonst verloren oder unbrauchbar wäre, wird zurückgewonnen, und die wahrgenommene Auflösung steigt, statt zu sinken.
Was Videoentrauschung mit IRIS bringt
Höhere wahrgenommene Auflösung
Saubere Kanten und erhaltene Texturen wirken auf jedem Bildschirm schärfer. Ein in 4K produziertes Signal lässt sich einmal entrauschen und für jede niedrigere Auflösung herunterskalieren. So bekommen auch Second Screens ohne eigenes Entrauschen oder Deblocking die bestmögliche Version.
Niedrigere Bitraten
Rauschen ist zufällig und lässt sich nicht aus vorherigen Bildern vorhersagen, der Encoder gibt also in jedem Bild Bits dafür aus. Außerdem wird Rauschen als Bewegung fehlinterpretiert, das führt zu falschen Bewegungsvektoren. Blockbasierte Codecs leiden am meisten, denn Rauschen verstärkt die Verzerrungen an den Blockgrenzen. Wird das Rauschen zuerst entfernt, arbeitet der Encoder für den echten Bildinhalt, und bis zu 30 % weniger Bitrate sind möglich. Im statistischen Multiplex nimmt ein verrauschtes Programm den anderen keine Bandbreite mehr weg. Die Details stehen im Guide Warum Video vor dem Encoding entrauschen?
Weniger Qualitätseinbrüche
In einer kritischen, dunklen Szene aus Netflix "Meridian" mit 9,6 Mbit/s in UHD HEVC senkte IRIS den Anteil der Frames unter VMAF 93 von 25,73 % auf 13,29 % und den Anteil unter 40 dB PSNR von 51,62 % auf 10,15 %. Zusammen mit Per-Shot-Encoding erreichte dasselbe Material UHD mit 7,54 Mbit/s und einem VMAF von 96,02.
Besseres HDR und sauberer Input für KI
HDR zeigt mehr Details in dunklen Bereichen, und dort ist das Rauschen im Verhältnis zum Bild stark. Hochwertige Entrauschung ohne Weichzeichnen gibt Coloristen und Compositing den meisten Spielraum. Dasselbe saubere Signal hilft KI-Modellen: Sie lernen den Bildinhalt statt des Sensorrauschens, siehe IRIS für KI.
Wo im Workflow einsetzen?
IRIS muss nicht in jeder Stufe laufen. Sie wählen den wirkungsvollsten Einstiegspunkt:
- Quellenorientiert: RAW-Daten vor dem Debayering mit IRIS.RAW und BRAW2IRIS entrauschen, für den besten Signal-Rausch-Abstand im Grading.
- Masterorientiert: ein Zwischenformat wie FFV1 oder ProRes nach Grading und VFX bereinigen.
- Distributionsorientiert: pro Shot direkt vor dem Encoding entrauschen, IRIS.ANALYST wählt das Rauschprofil.
- Live: Entrauschung in Echtzeit im Signalweg mit IRIS.Broadcast, auch als native MXL Media Function.
- Archive: einen VOD-Katalog vereinheitlichen und Filmscans restaurieren, große Archive lassen sich auf einem einzigen System bearbeiten.
So läuft IRIS
IRIS verarbeitet jedes von FFmpeg lesbare Format, auch FFV1- und ProRes-Zwischenformate, auflösungsunabhängig bis 8K. Es beruht auf Tausenden Zeilen CUDA-Code und skaliert über mehrere GPUs. Die Einrichtung ist für Cluster, Cloud und On-Premises vollautomatisch, mit Kubernetes, Docker oder VMs. Unser SaaS-Angebot stellt Workflows zur Videoentrauschung zu einem günstigen Minutenpreis bereit.
IRIS mit Ihrem eigenen Material testen
Senden Sie uns eine Probe, und wir vergleichen einen Standard-Encode mit IRIS-Entrauschung bei denselben Einstellungen, gemessen mit VMAF, PSNR und QBVE. Schreiben Sie an info@waveletbeam.com.